Ev. Stephanus-Kindergarten  Ev. Stephanus-Kindergarten Die tägliche Ruhezeit Nach dem Mittagessen gibt es für alle  3 bis 6jährigen Übermittagskinder täglich die 30-minütige Ruhezeit, die auch im Bewegungsraum stattfindet. Die Geräte und Materialien werden weitgehend zur Seite geräumt und der Raum wurde vorher gut gelüftet und leicht verdunkelt, um eine möglichst reizarme  Atmosphäre zu schaffen. Keine Ablenkung von außen soll dann stören. Jedes Kind bekommt seine eigene Yogamatte und einen festen Platz .Manche Kinder bringen ihre eigenen Kuscheltiere oder -decken von zuhause mit, weil sie dann noch mehr Sicherheit und Geborgenheit spüren, um sich auf die Ruhezeit einzulassen. Die Übungen verstehen wir als Angebot, Leistungsdruck und Konkurrenzdenken sind hier fehl am Platz. Entspannung heißt für uns: -Tonusreduzierung der Muskulatur -Atemregulation -Kreislaufregulation -leichte Gefäßerweiterung durch bessere Durchblutung der Organe -Sinneserfahrungen auf allen Ebenen, was zu Ruhe, Wohlbefinden und Ausgeglichenheit führt. Kindliche Entwicklung vollzieht sich im Wechsel von Konzentration und Entspannung. Bewegung wird angeboten, um Ruhe zu erfahren und umgekehrt. Entspannungszeiten aktivieren die Möglichkeiten zur Wiederherstellung und Gewinnung von Lebensenergie und Lebensfreude. Sie öffnen die Sinne für innere und äußere Eindrücke und lernen auch diese zu differenzieren. Der Körper kommt in ein physisches und psychisches Gleichgewicht. Es entsteht  Zufriedenheit. Wichtig für uns ist es, für jedes Kind die möglichst besten  Bedingungen für diese Balance zu schaffen. Deshalb gibt es je nach Verfassung der Kinder unterschiedliche Entspannungs- und Reaktivierungsangebote: Tiefenentspannung nach Jacobsen:                                                                                                             eigene Anspannung wahrnehmen und auflösen können Massagen:                                                                                                                                                                 Spannungen lösen, Sinneserfahrungen machen, loslassen können, sich „getragen“ fühlen…  Yoga und Körperübungen:                                                                                                                    Verbesserung von Haltung und Motorik, Achtsamkeit mit dem eigenen Körper, differenziertere Körperwahrnehmung, Förderung des psychischen Gleichgewichtes und des äußerlichen körperlichen Gleichgewichtssinnes Atemübungen:                                                                                                                                                    zum eigenen Atemrhythmus finden, „sich Luft verschaffen“ Körperübungen mit Partner:                                                                                                             Rücksichtnahme auf den Partner, Konsequenzen eigenen Handelns erkennen, Kräfte bewußt regulieren Phantasiereisen:                                                                                                                                      Reduzierung der Aufmerksamkeit auf Wesentliches Autogenes Training:                                                                                                                                      Erfahren von Ruhe, Wärme und Schwere durch Konzentration Meditation:                                                                                                                                        Aufmerksamkeit nur auf sich lenken, alles Unwichtige ausschalten Wahrnehmungsübungen:                                                                                                                                Fühlen, Riechen, Hören, Spüren, Sehen…  Mandala malen:     durch Stillearbeit und Wiederholungen zur Ruhe  finden Nach den Übungen wird immer Möglichkeit zur Reflexion, zum Gespräch gegeben. Die Kinder nutzen dies sehr häufig, um ihre gemachten Erfahrungen zu berichten und sich auszutauschen. Dies bietet Abbau von Reizüberflutung, Druck, innerer Spannung, Konzentrationsschwächen, Nervosität und Ängsten. Bei Kindern sind Ruhezeiten noch wichtiger als bei Erwachsenen, da sie bedingt durch ihre Neugier und ihr Entwicklungspotential alles aufsaugen, wie ein Schwamm und ihren Horizont ständig erweitern. Umso wichtiger ist die Zeit, das Neugewonnene zu sortieren und zu bewältigen.